Herbstfreizeit 2017

Tag 5

Ich habe Angst , große Angst, wie ich vor den vielen Leuten in Stuttgart vor dem Naturkundemuseum stehe und ans Tuch hoch soll. Meine Knie und Hände zittern. Es fällt zum Glück niemandem auf, da sowieso alle wegen der Kälte zittern. Ich lasse mir natürlich auch nichts anmerken.

Meine Mama sitzt auch im Publikum. Sie schaut mich erwartungsvoll an. Langsam gehe ich zum Tuch. Ich klettere nach oben in Richtung Himmel. Es tut so weh mit den eingefrorenen Fingern das Tuch hochzuklettern. Doch ab der Hälfte wird es langsam besser. Endlich bin ich oben. Während ich mich für meinen Abfaller einwickle, schaue ich nach oben in den unendlichen Himmel. Plötzlich wird mir warm und ich spüre die Freiheit und das Leben. Dann lasse ich los. Ich falle.

Der Flug fühlt sich so ewig an, obwohl es doch nur ein unendlich kleiner Moment in einer unendlich langen Zeit ist. Der Wind durchwirbelt meine Haare und ich fühle die kleine Unendlichkeit dieses Moments, der Moment der so unendlich klein ist dass er eigentlich gar nicht existieren dürfte.

Doch ich durfte ihn erleben!!! Danke Mama!!!

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